GUT ZU WISSEN

Wenn Du noch Inspiration für nachhaltige und klimafreundliche Handlungen brauchst, dann klick Dich doch mal durch die unten aufgeführten Bildstrecken.

Interessant sind vor allem Handlungen, mit denen Du möglichst viel CO2 einsparst. Diese finden sich in den Bereichen Mobilität, Ernährung, Wohnen und Konsum.

Die unten dargestellten Handlungsempfehlungen basieren auf wissenschaflichen Erkenntnissen, sowie Befragungen von jungen Menschen.

Handlungen und Challenges haben besonders hohen ökologischen Impact, wenn sie eine oder besser noch alle der folgenden Kriterien erfüllen:

  • hohes CO2-Einsparpotenzial
  • Alltagstauglichkeit
  • Nachahmungspotenzial

 

Mobilität und Reisen

 

Wir reisen immer mehr und wollen die Welt entdecken. Jedoch stößt Du beim Fliegen Unmengen an CO2 aus. Zum Vergleich: Mit dem Zug verbrauchst Du circa 40 g CO2 / pro Personenkilometer, mit dem Auto 140 g und mit dem Flugzeug 211 g.

Was Reisen angeht, sind klimaschonende Handlungsoptionen jungen Menschen durchaus bekannt. Und es herrscht auch eine gewisse Aufgeschlossenheit, entsprechend zu handeln. Dabei geht es meist um die Reduktion des Autofahrens und häufigere Nutzung umweltfreundlicher Fortbewegungsmittel (Rad, Bahn, Bus). Für 72 Prozent hat viele Reisen zu unternehmen und viel zu erleben einen sehr hohen Stellenwert. Jugendliche haben große Lust auf das Entdecken fremder Kulturen und individuelles Reisen finden viele reizvoll, manche locken auch Mainstream-Angebote mit den Klassikern Palmen und Strand (Calmbach et al. 2016).

Dabei bevorzugen Jugendliche für lange Strecken das Flugzeug und Fernzüge, da diese Reisearten als besonders schnell und bequem gelten. Auch noch häufig wird das Auto genannt, da es flexibler ist (Calmbach et al. 2016: 246). Als wichtigste Kriterien bei der Urlaubs-Anreise nennen 59 Prozent der 16- bis 25-jährigen den Gesamtpreis und 31 Prozent die bequeme und einfache Anreise (Leicht, 2017). Nur für fünf Prozent sind umwelt- und klimafreundliche Verkehrsmittel das wichtigste Kriterium bei der Urlaubs-Anreise (Leicht, 2017).

Das persönliche Mobilitätsverhalten der Umwelt zuliebe zu verändern, ist für die meisten Jugendlichen keine Option, insbesondere wenn damit womöglich einhergeht,  in eine Außenseiterrolle zu geraten (Calmbach  et al. 2016). Viele junge Menschen befürchten auch, dass z.B. der eigene Verzicht auf das Fliegen folgenlos bleibt, wenn sich nicht viele andere ebenso so verhalten (Calmbach et al. 2016). Allerdings verzichten bereits 26 Prozent auf Flugreisen (darunter ein hoher Anteil mit Eltern mit geringem Einkommen) und weitere 24 Prozent können sich vorstellen, dies in Zukunft zu tun. 46 Prozent können sich dagegen nicht vorstellen, auf Flugreisen zu verzichten (darunter ein hoher Anteil mit Elternhäusern mit überdurchschnittlich hohem Lebensstandard) (BMUB, 2018). Viele Jugendliche wissen auch schlicht gar nicht, welch großen ökologischen Impact Reisen mit dem Flugzeug hat.

Für 39 Prozent ist es sehr wichtig, ein Auto zu besitzen und 47 Prozent meinen, dass dies den Menschen in Zukunft sehr wichtig sein wird (BMUB, 2018). Nur sieben Prozent haben bereits Erfahrungen mit Carsharing gemacht, aber 28 Prozent der Unerfahrenen können sich die Nutzung für die Zukunft vorstellen (Gossen et al. 2015).

 

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Wohnen und Leben

 

Wenn Du die Energiewende voranbringen willst, dann kommst Du an erneuerbaren Energien, zum Beispiel aus Windkraft, nicht vorbei. Super leicht ist zum Beispiel der Wechsel zu einem Öko-Stromanbieter. Darüberhinaus gibt es zahlreiche Ideen einfach weniger Strom und Heizenergie zu verbrauchen.

Eine konsequente Umsetzung der Energiewende wird auch vom Jugendprojektbeirat der Studie Zukunft? Jugend fragen! gefordert. Allerdings gibt es andere Studien, die zeigen, dass Umwelt und Natur für junge Menschen keine besonders wichtige Rolle für ein gutes Leben spielen: Nur 21 Prozent der 14- bis 25-Jährigen (Gesamtstichprobe: 30 %) sehen eine intakte Umwelt und die Möglichkeit, Natur zu genießen, als wichtig für ein gutes Leben (Gossen et al. 2015). Hier gibt es als noch viel zu tun!

Was Gegenstände im Alltag angeht, sagen aber schon 79 Prozent der 14- bis 25-Jährigenn, dass Tauschen, Ausleihen, Reparieren oder Weitergeben von vorhandenen Produkten sehr viel oder etwas zu einem guten Leben beitragen kann (Gossen et al. 2015). Junge Menschen orientieren sich bei der Produktauswahl seltener als Erwachsene am Kriterium Langlebigkeit (weil hochwertige oftmals auch teurere Produkte sind). Häufiger als Erwachsene erwerben sie jedoch gebrauchte Produkte und verlängern so deren Nutzungsdauer (Gossen et al. 2015).

 

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Ernährung


Reduzierst Du Deinen Fleischkonsum oder steigst vielleicht auf eine vegane Ernährung um, so kannst Du hier bis zu einem Drittel CO2 gegenüber einer fleischhaltigen Ernährung vor einsparen.

Jugendliche und junge Erwachsene geben deutlich häufiger an, oft Fleisch zu essen (4 – 5 Mal pro Woche, 6 Mal pro Woche oder täglich) als alle Befragte (47 Prozent gegenüber 34 Prozent) (Gossen et al. 2015). Vorwiegend vegane oder vegetarische Ernährung ist nur für zwölf Prozent sehr wichtig. 29 Prozent essen weniger Fleisch und weitere 27 Prozent können sich das für die Zukunft vorstellen. Ein großer Teil (42 Prozent) ist auch in Zukunft nicht bereit, auf den gewohnten Genuss von Fleisch zu verzichten (50 % der Jungen, 39 % der Mädchen) (BMUB, 2018).

Aber für Jugendliche, die eher sozialökologisch eingestellt sind, entscheiden sich vermehrt für den Konsum biologischer Lebensmittel und wollen Vorbild für andere Jugendliche sein (Calmbach et al. 2016). Wichtigstes Kriterium bei Lebensmitteln sind für 36 Prozent der Geschmack, für 31 Prozent die Qualität, für 17 Prozent ob die Lebensmittel von Öko-Bauern aus der Region oder aus einer artgerechten Tierhaltung stammen, für 13 Prozent der Preis und für ein Prozent die Marke (Leicht, 2017). 29 Prozent kaufen Lebensmittel aus biologischem Anbau und weitere 45 Prozent, die das heute noch nicht praktizieren, können sich dies für die Zukunft vorstellen (BMUB, 2018).

72 Prozent der 19 bis 29-Jährigen legen Wert auf eine einfache und schnelle Zubereitung (im Vergleich zu 55 % der Gesamtstichprobe; BMEL, 2017). 54 Prozent der 14- bis 18-Jährigen und 60 Prozent der 19- bis 29-Jährigen essen gerne mal eine Tiefkühlpizza oder ein anderes Fertiggericht (BMEL, 2017). 89 Prozent der 14- bis 18-Jährigen kochen gerne – deutlich mehr als der Durchschnitt (75 %; BMEL, 2017). Aber nur jeder Fünfte der Jugendlichen kocht täglich (20 %), etwa ein Viertel kocht nie (27 %) (BMEL, 2017).

Bekleidung und anderer Konsum

 

Was brauchst Du wirklich um glücklich zu sein? Bei vielen Menschen türmen sich die materiellen Besitztümer nur gerade so. Die sozialwissenschaftliche Forschung belegt, dass materielle Güter nach circa zwei Wochen keinen positiven Mehrwert mehr erzeugen. Falls Du dennoch etwas brauchst, gibt es mittlerweile viele tolle Sharing-Angebote oder Wissen zum Reparieren von Dingen.

Zwar finden es 71% der Jugendlichen wichtig fair hergestellte und gehandelte Produkte zu kaufen (BMU & UBA, 2020). Aber als wichtigstes Kriterium beim Kleiderkauf nennen 55 Prozent das Aussehen, 24 Prozent die Qualität, 12 Prozent den Preis, fünf Prozent die Marke und zwei Prozent ob die Kleidung umweltverträglich und unter fairen Arbeitsbedingungen produziert wurde (Leicht, 2017). Neun Prozent kaufen Kleidung mit Ökosiegel, weitere 33 Prozent können sich das für die Zukunft vorstellen (BMUB, 2018). Für 41% der Jugendlichen ist es aber auch wichtig, Kleidung nach der neuesten Mode zu tragen (BMU & UBA, 2020) ‚Grüne‘ Alternativen zu Markenkleidung sind nach Gossen et al. (2015) bei jungen Menschen wenig bekannt und kaum verbreitet. Das Konsumieren der gängigen günstigen Marken wird an dieser Stelle zum Teil als alternativlos beschrieben. Und wer wenig Geld hat, kann nach Einschätzung der Jugendlichen keine Rücksicht auf die Produktionsbedingungen nehmen, selbst wenn man Kinderarbeit mit aller Entschiedenheit ablehnt. Konsumverzicht wird von den Jugendlichen kaum thematisiert. Und immerhin 53% der Jugendlichen ist es wichtig, die neueste Technik (zum Beispiel bei Computeroder Smartphone) zu haben (BMU & UBA, 2020).

Nur vereinzelt erwähnen sie, dass kritisch zu konsumieren auch bedeuten kann, das bisherige Konsumverhalten zu hinterfragen, Maßlosigkeit zu vermeiden und sich in Sparsamkeit zu üben (BMUB, 2018).

 

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Warum diese Handlungen?

Wir haben mit Jugendlichen gesprochen, viele Forschungsberichte gelesen, unzählige Instagram & Youtube Accounts angeschaut und mit Expert*innen gesprochen.

Im Ergebnis sollen die Handlungen, die hier genannt sind …

 

  • Wirklich wichtig sein. Das heißt, das Tun oder Nicht-Tun hat einen relevanten Effekt auf Ressourcenverbrauch, CO2-Ausstoß & Co. Nach dem Motto: Licht ausmachen ist zwar schön und gut, aber wirklich wirkungsvoll ist es, sich pflanzenbasiert zu ernähren (weniger Fleisch und Milchprodukte konsumieren).
  • Zu Euch passen. Wir haben mit einigen Jugendlichen darüber gesprochen, was sie sich vorstellen könnten, in ihrem Alltag, in ihrer Freizeit wirklich zu tun. Nachhaltiges Handeln sollte keine Eintagsfliege sein, sondern zu Euch passen und länger und immer wieder Spaß machen.

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RADAKTIV STATT AUTOPASSIV

Mit dem Rad fit und schnell zur Schule, Ausbildung, Uni oder Arbeit. Informiere zu Vorteilen des Radfahrens, organisiere eine öffentliche Challenge für häufigste Radnutzung.

BIKE-TRIP

Entspannt Natur und Leute entdecken, statt hastig drüber zu fliegen. Informiere über Vorteile des Radurlaubs im Vergleich zum Fliegen und Autofahren. Berichte über Deine coolen Radurlaubserfahrungen, die man NUR auf dem Drahtesel erlebt.

ES GEHT AUCH OHNE

Statt schädlich fliegen, lieber sauber reisen. Informiere über die ökologischen Folgen des Fliegens und weise auf Angebote und Ideen für sauberes Reisen hin.

ICH WILL HIER REIN

Organisiere eine(n) öffentliche(n) Wechsel-Challenge -Flashmob, -Party, für den Wechsel zu einem (regionalen) Ökostrom-Anbieter. Für mehr Natur aus der Dose!

REPAIR & RE-USE FÖRDERN

Informiere über Vorteile des Reparierens und motiviere zur Weiternutzung von Geräten und Kleidung. Lehre Techniken und zeige Angebote in Deiner Region. Organisiere Veranstaltungen hierzu, zum Beispiel Tauschpartys oder Repair-Cafés.

SCHENKEN MACHT GLÜCKLICH

Informiere und motiviere zum Selberbauen, Gestalten und Installieren von Verschenkboxen an Schulen und Bibliotheken.

FLEISCH IST KEIN GEMÜSE

Informiere über Nachteile von Fleischkonsum und über Vorteile von weniger Fleischkonsum (Tierwohl, Gesundheit, Boden und Klima)

NOT YOUR MUM, NOT YOUR MILK

Motiviere dazu, weniger Milchprodukte zu konsumieren: Für die Tiere, die Natur und Dich.

WAHLFREIHEIT FÜR ALLE

Verbessere das Angebot an vegetarischen/veganen Produkten/Gerichten in Schulen, Cafés und Läden. Organisiere Flashmobs, Aktionen oder informiere an Projekttagen.

VEGGIE-CHALLENGE

Veranstalte eine öffentliche Challenge in der Familie, der WG oder im Freundeskreis, mit der Herausforderung möglichst wenig Fleisch- und Milchprodukte zu konsumieren.

ZERO-WASTE-CHALLENGE

Veranstalte eine öffentliche Challenge in der Familie, im Freundeskreis oder in der WG, wer am wenigsten Lebensmittel wegwirft. Next Level: Motiviere Restaurants & Supermärkte sich gegenseitig in der Verschwendung von Lebensmitteln zu unterbieten.

GETEILTE FREUDE IST DOPPELTE FREUDE

Informiere Dein Umfeld über die Vorteile weniger zu konsumieren. Organisiere Tauschpartys, Veranstaltungen in Second-Hand-Läden, Modeschauen oder Flashmobs.

IMPRESSUM

Angaben gemäß § 5 TMG

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Teckstraße 56
70190 Stuttgart

Vertreten durch
Frank Ulmer

Kontakt
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Telefax: +49 (0) 711 259 717 26
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